Die richtigen Fotos für deine Vorstellung beim Casting
Einleitung: Ein Bild sagt, wer du bist

Bei einem Casting zählt oft der erste Blick. Die Menschen, die über eine Einladung entscheiden, haben meist viele Bewerbungen vor sich. Sie möchten rasch sehen, wer du bist und wie du aussiehst. Eine Sedcard hilft ihnen dabei. Sie stellt dich mit Fotos und den wichtigsten Daten vor.
Für eine gute Sedcard musst du dich nicht hinter einer aufwendigen Frisur oder auffälligen Posen verstecken. Im Gegenteil: Je klarer die Bilder sind, desto leichter können andere dich einschätzen. Sie sollen dein Gesicht zeigen, deine Haltung und das, was dich ausmacht.
Vielleicht möchtest du als Model arbeiten, in einem Film mitspielen oder zum ersten Mal vor einer Kamera stehen. In allen Fällen gilt: Deine Fotos sollten zu dir passen und möglichst neu sein. Denn beim Casting soll der Mensch erscheinen, den man von den Bildern kennt.
Welche Aufgabe eine Sedcard hat
Eine Sedcard ist eine kleine Vorstellung mit Bildern. Dazu kommen dein Name, deine Größe und eine Möglichkeit, dich zu erreichen. Agenturen und Auftraggeber können damit schnell prüfen, ob du für eine bestimmte Aufgabe infrage kommst. Sie müssen nicht erst viele Dateien durchsuchen.
Du musst auf den Fotos nicht jedes Mal wie ein anderer Mensch wirken. Viel wichtiger ist, dass die Bilder ein stimmiges Bild von dir ergeben. Wer dich aufgrund deiner Sedcard einlädt, sollte dich beim Treffen ohne Rätselraten erkennen können.
Zu den wichtigsten Aufnahmen gehören meist ein deutliches Porträt und ein Foto, das dich von Kopf bis Fuß zeigt. Weitere Bilder können deine Bewegung, eine andere Haltung oder eine neue Seite deiner Ausstrahlung zeigen. Jedes Foto sollte einen eigenen Zweck haben.
Unterstützung bei solchen Aufnahmen bietet zum Beispiel Belichtungswert. Das Fotostudio in München erstellt unter anderem Sedcards für Models, Kinder und Komparsen. Dabei stehen klare Fotos und eine natürliche Bearbeitung im Mittelpunkt.
Wer eine Sedcard gebrauchen kann
Eine Sedcard ist nicht nur für Menschen gedacht, die schon lange als Model arbeiten. Auch beim Einstieg kann sie nützlich sein. Sie zeigt übersichtlich, wie du aussiehst, selbst wenn du noch keine große Sammlung früherer Arbeiten hast.
Wer schon viele Aufträge übernommen hat, kann mit den Bildern verschiedene Seiten seiner Arbeit zeigen. Für Anfänger ist zunächst etwas anderes wichtig: Gesicht, Körper und Ausstrahlung sollten gut zu erkennen sein. Eine lange Liste früherer Jobs brauchst du dafür nicht.
Auch Kinder und Jugendliche benötigen für manche Produktionen eine Sedcard. Gerade bei ihnen müssen die Fotos regelmäßig erneuert werden. Kinder wachsen schnell, und auch ihr Gesicht oder ihre Frisur verändert sich. Die Bilder sollten außerdem zu ihrem Alter passen.
Für Komparsen sind deutliche Fotos ebenfalls hilfreich. Eine Filmproduktion kann damit besser entscheiden, wer zu einer Szene passt. Welche Bilder und Daten verlangt werden, ist von Auftrag zu Auftrag verschieden. Schau deshalb vorher nach, was die Agentur haben möchte.
Diese Daten gehören auf die Sedcard
Fotos sind wichtig, aber sie reichen allein nicht immer aus. Dein Name muss auf der Sedcard stehen. Dazu kommt eine Kontaktmöglichkeit für dich oder deine Agentur. Kontrolliere vor dem Verschicken, ob die Angaben stimmen und Nachrichten dich wirklich erreichen.
Oft werden auch deine Körpergröße, Kleidergröße und Schuhgröße gebraucht. Bei manchen Aufträgen sind weitere Maße nötig, zum Beispiel für Brust, Taille und Hüfte. Miss sorgfältig nach und trage nur Zahlen ein, die noch aktuell sind. Geschätzte oder alte Werte helfen niemandem.
Haarfarbe und Augenfarbe können bei der Auswahl ebenfalls eine Rolle spielen. Dein Wohnort oder die Gegend, in der du arbeiten kannst, ist oft nützlich. Deine vollständige Anschrift musst du dafür aber nicht unbedingt auf die Karte schreiben.
Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine erziehungsberechtigte Person den Kontakt übernehmen. Überlege auch sonst genau, wem du persönliche Daten schickst. Auf die Sedcard gehören die Angaben, die für die jeweilige Bewerbung gebraucht werden, nicht jedes Detail aus deinem Leben.
Das klassische Headshot
Ein Headshot zeigt vor allem deinen Kopf und meist einen Teil der Schultern. Auf diesem Bild soll dein Gesicht gut zu sehen sein. Oft fällt der erste Blick auf genau dieses Foto. Deshalb lohnt es sich, hier besonders sorgfältig auszuwählen.
Für die klassische Aufnahme blickst du gerade in die Kamera. Das Licht sollte dein Gesicht gut sichtbar machen. Achte darauf, dass keine Haarsträhnen wichtige Teile verdecken. Auch eine große Brille oder auffälliger Schmuck können den Blick vom Gesicht ablenken.
Ein einfacher Hintergrund lässt dich stärker hervortreten. Dasselbe gilt für deine Kleidung und dein Make-up. Ein schlichtes Oberteil und eine zurückhaltende Schminke genügen häufig. So können andere deine Gesichtszüge erkennen, statt zuerst auf das Styling zu schauen.
Du musst auf dem Bild nicht ernst oder steif wirken. Ein offener Blick kann viel sagen. Probiere beim Fotografieren verschiedene Ausdrücke aus, mit und ohne Lächeln. Nimm später das Foto, auf dem du entspannt und nach dir selbst aussiehst.
Ein Porträt, das natürlich wirkt
Ein zweites Porträt kann eine andere Seite von dir zeigen. Vielleicht lachst du gern. Vielleicht wirkst du auf einem ruhigen Bild besonders aufmerksam. Beides kann passen. Entscheidend ist, dass du dich nicht zu einem Ausdruck zwingst, der sich fremd anfühlt.
Plane nicht jede Bewegung bis auf den letzten Zentimeter. Das macht viele Menschen vor der Kamera nur nervös. Ein Gespräch mit der Person hinter der Kamera kann helfen, lockerer zu werden. Oft entstehen dabei Blicke und Gesichtsausdrücke, die lebendig wirken.
Make-up darf einzelne Züge betonen. Es sollte dein Gesicht aber nicht verdecken. Auch bei der Bearbeitung gilt Zurückhaltung. Kleine Unebenheiten sind kein Fehler, den man unbedingt auslöschen muss. Ein echtes Gesicht darf wie ein echtes Gesicht aussehen.
Schau bei der Auswahl nicht nur darauf, ob du dich auf einem Bild besonders schön findest. Frage dich auch: Erkenne ich mich wieder? Zeigt das Foto etwas von meiner Art? Ein Bild, das beides schafft, ist für deine Sedcard oft wertvoll.
Ganzkörperbilder für einen klaren Überblick

Ein Porträt kann nicht zeigen, wie du stehst oder wie dein Körper insgesamt wirkt. Dafür gibt es die Ganzkörperaufnahme. Auf ihr sollten dein Kopf und deine Füße vollständig zu sehen sein. Prüfe auch, dass nichts Wichtiges am Bildrand abgeschnitten ist.
Beginne mit einem Foto von vorn. Stelle dich gerade hin, ohne die Schultern hochzuziehen oder den Körper steif zu halten. Deine Arme dürfen locker hängen. Eine einfache Haltung zeigt oft mehr als eine Pose, über die man lange nachdenken muss.
Eine Aufnahme von der Seite kann die Auswahl ergänzen. Sie zeigt deine Körperform aus einer anderen Richtung. Besonders sinnvoll ist sie, wenn eine Agentur ausdrücklich danach fragt. Auch hier reicht eine natürliche Haltung. Du musst dich dafür nicht verbiegen.
Zieh Kleidung an, die gut sitzt und deine Körperform erkennen lässt. Eine einfache Hose und ein passendes Oberteil sind dafür oft geeignet. Ein weiter Mantel verdeckt dagegen viel. Wichtig bleibt, dass du dich in den Sachen wohlfühlst und nicht verkleidet wirkst.
Die Seitenansicht als weiteres Bild
Ein Profilbild zeigt dein Gesicht von der Seite. Dabei werden Stirn, Nase und Kinn anders sichtbar als auf einem Foto von vorn. Für manche Bewerbungen ist diese Ansicht eine nützliche Ergänzung, weil sie eine weitere Form deines Gesichts erkennen lässt.
Dreh deinen Kopf so, dass die Seite deutlich zu sehen ist. Haare sollten die Umrisse deines Gesichts möglichst nicht verdecken. Auch hier hilft ein ruhiger Hintergrund. So bleibt die Aufmerksamkeit bei deinem Profil und wandert nicht zu Gegenständen hinter dir.
Ein Seitenbild kann das Headshot nicht ersetzen. Die meisten Menschen, die deine Sedcard ansehen, möchten auch dein Gesicht von vorn erkennen. Sie wollen sehen, wie du in die Kamera blickst und welchen Eindruck du dabei machst.
Ob du überhaupt ein Profilbild brauchst, hängt von deiner Bewerbung ab. Lies die Wünsche der Agentur genau. Wenn auf der Karte wenig Platz ist, sind ein gutes Porträt und ein vollständiges Ganzkörperbild meist wichtiger als eine zusätzliche Seitenansicht.
Verschiedene Kleidungsstücke und Wirkungen
Kleidung kann verändern, wie ein Bild wirkt. Eine Jeans mit einfachem T-Shirt erzählt etwas anderes als ein Kleid oder ein elegantes Hemd. Dafür musst du nicht einkaufen gehen. Oft findest du passende Sachen schon in deinem eigenen Schrank.
Fang mit Kleidung an, die wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht. Einfarbige Stücke sind dafür oft gut geeignet. Sie lenken den Blick auf dein Gesicht und deine Haltung. Zugleich lässt sich so besser erkennen, wie du ohne einen auffälligen Stil wirkst.
Für weitere Bilder kannst du Kleidung wählen, die zu deinem Ziel passt. Bei Modeaufträgen darf ein Outfit bewusster gestaltet sein. Für Werbung kann dagegen Kleidung aus dem Alltag sinnvoll sein. Sie wirkt häufig näher und glaubwürdiger für eine bestimmte Szene.
Die Fotos sollten trotz verschiedener Kleidung zusammenpassen. Ein neues Oberteil allein macht noch kein neues Bild. Wenn Blick und Haltung immer gleich bleiben, erfährt man wenig Zusätzliches über dich. Jede Aufnahme sollte einen Unterschied zeigen, der für die Auswahl nützlich ist.
Posen und Bilder in Bewegung
Du musst nicht auf jedem Foto stillstehen. Ein Schritt, eine kleine Drehung oder eine lockere Armbewegung kann zeigen, wie du dich bewegst. Dadurch wirkt ein Bild oft lebendiger. Wichtig ist, dass die Bewegung zu dir und zum geplanten Einsatz passt.
Es braucht dafür keinen großen Sprung. Schon wenn du dein Gewicht auf das andere Bein verlagerst, kann sich deine Haltung verändern. Auch ein leicht gedrehter Kopf wirkt anders als ein gerader Blick. Probiere beim Shooting aus, was sich natürlich anfühlt.
Denke dabei an die Art von Casting, für die du dich bewerben möchtest. Bei Mode kann eine klare und sichere Haltung passen. Für Werbung ist eine alltägliche Bewegung oft glaubwürdiger als eine Pose, die sehr stark geplant aussieht.
Ein Foto in Bewegung ist eine Ergänzung, kein Ersatz für die ruhigen Bilder. Wer deine Haltung und deinen Körper einschätzen möchte, braucht weiterhin eine deutliche Ganzkörperaufnahme. Auf ihr solltest du vollständig und ohne verwischte Bewegung zu sehen sein.
Die passenden Fotos für verschiedene Aufgaben
Für Mode und Bilder in Zeitschriften können Aufnahmen sinnvoll sein, die deinen Umgang mit Kleidung zeigen. Auch Haltung und Gesichtsausdruck spielen dabei eine Rolle. Solche Bilder dürfen stärker gestaltet sein. Dein echtes Aussehen sollte trotzdem erkennbar bleiben.
In der Werbung geht es oft darum, ob jemand in einer bestimmten Alltagssituation glaubwürdig wirkt. Ein offenes Lächeln oder ein entspannter Blick kann dann mehr helfen als eine ungewöhnliche Pose. Das Bild sollte zu der Aufgabe passen, für die du dich vorstellst.
Für Film, Fernsehen und Einsätze als Komparse sind aktuelle und klare Bilder besonders wichtig. Eine Produktion möchte sehen, wie du heute aussiehst. Je nach Rolle kann ein neutraler, freundlicher oder ernster Gesichtsausdruck gefragt sein. Es gibt nicht nur einen richtigen Blick.
Bei Produktionen mit Kindern und Jugendlichen müssen die Fotos zum Alter und zur Persönlichkeit passen. Lies vor jeder Bewerbung die Anforderungen. Manche Agenturen möchten bestimmte Ansichten sehen. Andere geben vor, in welcher Form oder Größe sie die Bilder erhalten wollen.
Eine Sedcard für Kinder und Jugendliche
Kinder wachsen und verändern sich schnell. Ein Bild vom vergangenen Jahr kann deshalb schon nicht mehr passen. Neue Aufnahmen sind vor allem dann sinnvoll, wenn sich die Größe, die Haare oder das Gesicht deutlich verändert haben. Die Sedcard sollte das Kind von heute zeigen.
Die Bilder brauchen kein aufwendiges Styling. Ein einfaches Oberteil und ein natürlicher Gesichtsausdruck reichen häufig aus. Das Kind sollte gut zu erkennen sein und nicht durch Kleidung oder Make-up älter wirken, als es ist. Seine eigene Art darf sichtbar bleiben.
Beim Fotografieren ist das Wohl des Kindes wichtiger als ein bestimmtes Bild. Es sollte sich sicher fühlen und jederzeit eine Pause machen dürfen. Niemand sollte es zu einer Pose drängen, die ihm unangenehm ist. Eine vertraute erwachsene Person sollte beim Termin dabei sein.
Die Erziehungsberechtigten entscheiden mit, wer die Fotos erhält und wofür sie verwendet werden dürfen. Auch der Kontakt läuft über sie. Dabei sollten sie auf die Wünsche des Kindes achten und seine Grenzen ernst nehmen. Nicht jedes Kind fühlt sich vor jeder Kamera wohl.
Kleidung, Haare und Make-up vorbereiten
Such deine Kleidung schon vor dem Shooting aus. Sie sollte sauber sein, passen und für die geplanten Fotos geeignet sein. Wenn ein Kragen ständig verrutscht oder eine Hose zwickt, bist du leicht abgelenkt. Diese Unruhe kann man später auch auf den Bildern sehen.
Einfarbige Kleidung ist für viele Aufnahmen eine gute Wahl. Große Schriftzüge, auffällige Muster und viel Schmuck ziehen den Blick schnell auf sich. Für ein bestimmtes Bild kann das gewollt sein. Auf allen Fotos zusammen sollte es aber nicht von dir ablenken.
Bei Haaren und Make-up zählt, dass du wiederzuerkennen bist. Schminkst du dich im Alltag kaum, brauchst du für ein neutrales Foto keine völlig andere Erscheinung. Nimm lieber Dinge mit, die du kennst und mit denen du dich wohlfühlst.
Ein Kamm, etwas Puder oder ein zusätzliches Oberteil können beim Termin helfen. Hast du besondere Wünsche, sprich sie vorher mit dem Fotostudio ab. Dann muss vor Ort weniger entschieden werden. Das schafft mehr Zeit und Ruhe für die eigentlichen Aufnahmen.
Hintergrund, Licht und die Wirkung der Bilder

Ein einfacher Hintergrund macht es leichter, dich auf dem Foto zu erkennen. Dafür kann eine helle oder dunkle Wand reichen. Schau auch auf kleine Dinge im Bild. Eine Pflanze oder Lampe direkt hinter deinem Kopf kann seltsam aussehen und unnötig ablenken.
Das Licht sollte dein Gesicht deutlich zeigen. Weiches Licht kann harte Schatten mildern und wirkt oft angenehm. Achte besonders auf deine Augen. Verschwinden sie im Dunkeln, geht ein wichtiger Teil deines Ausdrucks verloren. Auch dein Gesicht sollte nicht zu hell erscheinen.
In einem Studio lassen sich Licht und Hintergrund gezielt einstellen. Gute Fotos können aber auch draußen oder in einem hellen Zimmer entstehen. Dafür müssen die Bedingungen stimmen. Ein unruhiger Hintergrund oder ungünstiges Licht können auch dort vom eigentlichen Motiv ablenken.
Deine Sedcard muss nicht aus lauter gleich aussehenden Bildern bestehen. Dennoch sollten die Fotos als Auswahl zusammenpassen. Eine ähnliche Bildqualität hilft dabei. Sehr dunkle, stark gefilterte und viel zu helle Bilder nebeneinander machen die Karte dagegen schnell unruhig.
Fotos bearbeiten, ohne dich zu verändern
Auf einem Foto kann etwas auffallen, das nur kurz da ist. Dazu gehören etwa ein kleiner Pickel oder ein Fleck auf dem Oberteil. Solche Stellen lassen sich bei Bedarf vorsichtig bearbeiten. Dagegen spricht nichts, solange das Bild weiterhin ehrlich bleibt.
Anders ist es, wenn dein Gesicht oder dein Körper stark verändert wird. Haut ohne jede natürliche Struktur und veränderte Gesichtszüge mögen zunächst glatt aussehen. Für eine Sedcard helfen sie wenig. Schließlich soll das Foto zeigen, wie du wirklich aussiehst.
Auch Filter können Farben verändern. Haare, Haut oder Augen wirken dann womöglich anders als beim persönlichen Treffen. Wer dich aufgrund solcher Fotos einlädt, erwartet unter Umständen einen anderen Menschen. Diese Verwirrung lässt sich mit natürlichen Bildern vermeiden.
Sprich vor dem Shooting oder bei der Bildauswahl über die Bearbeitung. Eine einfache Frage hilft bei der Entscheidung: Sehe ich auf dem fertigen Foto noch aus wie ich selbst? Wenn du das verneinen musst, wurde wahrscheinlich zu viel verändert.
Wie viele Fotos auf die Sedcard passen
Eine Sedcard soll keine Sammlung aller Bilder aus deinem Shooting sein. Sie soll in kurzer Zeit einen guten Eindruck vermitteln. Dafür ist eine kleine und gut gewählte Auswahl meist besser als eine lange Reihe von Fotos, die sich stark ähneln.
Vier bis sechs unterschiedliche Aufnahmen können ein guter Anfang sein. Für viele Bewerbungen zählen dazu ein deutliches Headshot, ein natürliches Porträt und ein Bild des ganzen Körpers. Mit diesen Ansichten lassen sich Gesicht und Haltung bereits gut erkennen.
Die übrigen Plätze können ein Profilbild, eine andere Haltung oder ein zweites Outfit zeigen. Wie viele Fotos du tatsächlich brauchst, hängt aber vom Auftrag ab. Halte dich an die Wünsche der Agentur oder des Castings, wenn dort eine Zahl genannt wird.
Nimm veraltete Bilder aus der Auswahl. Streiche auch Fotos, die fast dasselbe zeigen wie eine andere Aufnahme. Weniger Bilder schaffen mehr Platz für das Wesentliche. Außerdem lässt sich die Karte schneller ansehen, wenn jedes Foto etwas Eigenes beiträgt.
Typische Fehler bei Sedcard-Fotos
Alte Fotos führen leicht zu falschen Erwartungen. Vielleicht trägst du inzwischen eine andere Frisur oder hast deine Haarfarbe verändert. Dann prüfe, ob die Sedcard noch zu deinem heutigen Aussehen passt. Falls nicht, ist es Zeit für neue Bilder.
Selfies und Urlaubsbilder sind nicht immer eine gute Wahl. Auf ihnen können Filter, ungünstige Blickwinkel oder andere Menschen wichtige Details verdecken. Es gibt aber Ausnahmen: Manche Agenturen bitten ausdrücklich um einfache und natürliche Schnappschüsse. Dann solltest du genau diese Vorgabe beachten.
Auch zu viele ähnliche Bilder sind ein Problem. Fünf Fotos mit demselben Blick und demselben Bildausschnitt verbrauchen viel Platz. Sie zeigen kaum mehr als das erste Bild. Wähle lieber Aufnahmen, die sich sinnvoll ergänzen und verschiedene Ansichten von dir bieten.
Ein voller Hintergrund, starke Bearbeitung und schlecht lesbare Daten machen die Karte ebenfalls schwieriger zu nutzen. Sieh dir deshalb alles noch einmal zusammen an. Sind Gesicht und Körper klar zu erkennen? Stimmen deine Angaben? Zeigt die Auswahl dich so, wie du heute bist?
So bereitest du das Shooting vor
Überlege zuerst, wofür du die Fotos brauchst. Willst du dich bei einer Modelagentur vorstellen, für einen Werbespot bewerben oder bei einem Film mitmachen? Je nach Ziel können andere Bilder sinnvoll sein. Diese Entscheidung hilft auch bei der Planung des Termins.
Notiere dir die Aufnahmen, die du auf jeden Fall brauchst. Dazu gehören meist ein klares Bild von vorn, ein natürliches Porträt und eine Ganzkörperaufnahme. Verlangt eine Agentur weitere Ansichten, nimm ihre Angaben mit zum Shooting. So gerät nichts in Vergessenheit.
Such deine Outfits früh genug aus und probiere sie vorher an. Dann merkst du, ob etwas drückt, durchsichtig ist oder nicht zu den geplanten Bildern passt. Ein zusätzliches Oberteil kann hilfreich sein. Damit musst du vor Ort nicht unter Zeitdruck eine Lösung suchen.
Plane genug Zeit für den Weg und den Termin selbst ein. Wenn du gerade erst gehetzt angekommen bist, fällt Entspannung vor der Kamera oft schwer. Sprich zu Beginn mit der fotografierenden Person über deine Wünsche. Auch Fragen und Unsicherheiten haben dabei Platz.
Fotostudio oder selbst gemachte Bilder?
In einem professionellen Studio können Licht, Hintergrund und Bildausschnitt bewusst gewählt werden. Die Person hinter der Kamera kann dir außerdem Hinweise zu deiner Haltung geben. Oft bemerkt sie auch kleine Dinge, die du selbst nicht siehst, während du vor der Kamera stehst.
Gerade für Anfänger kann eine ruhige Umgebung helfen. Du kannst verschiedene Blicke und Haltungen ausprobieren und zwischendurch besprechen, was funktioniert. Das nimmt etwas Druck aus der Situation. Du musst nicht schon beim ersten Foto alles richtig machen.
Eigene Aufnahmen kommen ebenfalls infrage, etwa wenn wenig Geld zur Verfügung steht. Auch manche Agenturen wünschen ausdrücklich einfache Bilder ohne Bearbeitung. Bitte dafür möglichst eine andere Person um Hilfe. So lassen sich Porträts und Ganzkörperbilder leichter aufnehmen als mit einem Selfie.
Achte auch bei selbst gemachten Fotos auf gutes Licht, schlichte Kleidung und einen ruhigen Hintergrund. Entscheide nach deinem Ziel und den Vorgaben der Bewerbung. Teure Bilder sichern dir keinen Auftrag. Bilder, die dich schlecht oder falsch zeigen, helfen dir aber ebenso wenig.
Fotos auswählen und die Karte gestalten
Schau dir die Bilder nach dem Shooting mit etwas Abstand an. Wähle nicht allein das Foto, auf dem dir dein Gesicht besonders gut gefällt. Achte auch darauf, ob deine Haltung und deine Ausstrahlung deutlich werden. Eine vertraute Person kann dir eine zweite Meinung geben.
Lege die Bilder, die dir gefallen, nebeneinander. Prüfe, ob sie verschiedene Ansichten zeigen und noch zu deinem heutigen Aussehen passen. Zwei fast gleiche Fotos müssen nicht beide auf die Karte. Oft genügt das Bild, das klarer und natürlicher wirkt.
Ordne deine Angaben anschließend so an, dass man sie leicht lesen kann. Eine einfache Schrift und genügend Abstand zwischen den Zeilen sind dafür hilfreich. Die Gestaltung muss nicht laut sein. Prüfe zum Schluss deinen Namen, deine Maße und die Kontaktmöglichkeit.
Für eine digitale Bewerbung sollte die Datei gut lesbar sein, aber nicht unnötig groß. Wenn du die Karte drucken möchtest, brauchen die Fotos eine passende Qualität. Schau vor dem Versenden nach, ob die Agentur eine bestimmte Dateiform oder einzelne Bilder verlangt.
Fazit: Gute Bilder zeigen den Menschen dahinter
Deine Sedcard soll dich nicht in jemand anderen verwandeln. Sie soll zeigen, wie dein Gesicht aussieht, wie du stehst und welche Ausstrahlung du hast. Ein klares Headshot, ein natürliches Porträt und ein vollständiges Ganzkörperbild bilden dafür eine gute Grundlage.
Weitere Fotos können dein Profil, eine Bewegung oder andere Kleidung zeigen. Nimm sie auf, wenn sie die Auswahl wirklich ergänzen. Dazu gehören aktuelle Daten und ein Kontakt, der funktioniert. Eine einfache Gestaltung hilft dabei, alles schnell zu erfassen.
Ob die Bilder im Studio oder unter guten Bedingungen selbst entstehen: Entscheidend sind klares Licht, brauchbare Bildqualität und ein ehrlicher Eindruck. Filter und starke Veränderungen helfen dabei nicht. Beim Casting sollten deine Fotos und dein tatsächliches Aussehen zusammenpassen.
Sieh deine Sedcard von Zeit zu Zeit erneut an. Wenn Frisur, Größe oder andere wichtige Merkmale nicht mehr stimmen, erneuere die Angaben oder Bilder. Dann bleibt die Karte das, was sie sein soll: eine klare Vorstellung von dir.
